Studium Generale - Glanz und Untergang der Staufer


Vor 750 Jahren endete dieses faszinierende schwäbische Geschlecht mit der Hinrichtung Konradins, dem letzten männlichen Nachkommen einer Dynastie, die mit ihrer kosmopolitischen Prägung ganz entscheidend das Mittelalter von 1138 - 1268 prägte. Imponierende Kaiser, wie Friedrich "Barbarossa" oder Friedrich II., das "Wunder der Welt", herrschten schließlich über ein europäisches Reich.
Die Stauferzeit war eine Blüte von Burgen und Städten, aber auch ein steter Kampf mit rivalisierenden Fürsten und den Päpsten, die die Weltherrschaft beanspruchten und zu den Kreuzzügen ausriefen.
Die Vorträge vermitteln darüber hinaus durch Bild und Ton ein kulturelles Panorama der Zeit, in der Einflüsse aus dem Orient Europa prägten, der Minnesang erblühte und prachtvolle Kathedralen entstanden.

1. Der Aufstieg der Staufer
Der unglaubliche Aufstieg aus der schwäbischen Provinz zur Führung des "Heiligen Römischen Reiches" vollzog sich in weniger als 100 Jahren.
Der Name des Geschlechts leitet sich von seiner Stammburg Hohenstaufen ab. Konrad III. (1138 - 1152) wird erster König der Staufer. Im Rahmen der Kämpfe gegen die Welfen, verschont er die "Weiber von Weinsberg". Nach einem erfolglosen 2. Kreuzzug stirbt er kurz vor dem Italienzug zur Kaiserkrönung in Rom.
Sein Neffe Friedrich wird als legendärer "Barbarossa" einer der bedeutendsten Kaiser der deutschen Geschichte. "Barbarossa" ertrinkt beim 3. Kreuzzug. Die Nachwelt hat ihm in der Kyffhäuser-Sage ein verhängnisvolles Denkmal gesetzt.

2. Folgenreiche Heiratspolitik und ein Königsmord

Kaiser Heinrich VI. (1190 - 97), der Sohn "Barbarossas", erwarb durch Heirat Süditalien. Riesiges Lösegeld für den gefangenen englischen König Richard Löwenherz finanzierte Heinrichs Kriege gegen die rebellischen Normannen in Sizilien. Er starb vor einem Kreuzzug an der Malaria.
Sein Bruder, Philipp von Schwaben (1198 - 1208), teilte nach einer Doppelwahl mit dem Welfen Otto von Braunschweig die Macht. Er wurde in Bamberg von einem Wittelsbacher ermordet. Vier Jahre lang mussten die Staufer die Führung im "Heilig Römischen Reich" an die Welfen abtreten, die vom Papst gestützt wurden.

3. Sizilien als Mittelpunkt des Kaisertums
Friedrich II. (1212 - 1250), der erste "moderne Mensch" auf dem Kaiserthron, kam erst durch einen Sieg der Franzosen gegen den Welfen Otto von Braunschweig und die Engländer an die Macht.
Obwohl zunächst vom Papst Innozenz III. protegiert und zum Kaiser gekrönt, wurde er von seinem Nachfolger Alexander als "Antichrist" verflucht und gebannt. Er hielt sich eine sarazenische Leibgarde und nahm orientalische Einflüsse auf. Ein grandioses Zeugnis ist sein Jagdschloss Castel del Monte.
Friedrich II. förderte die Wissenschaften und die Kunst und dichtete selbst. Er gründete die 1. Staatsuniversität in Neapel und widerlegte in seinem berühmten Falkenbuch Aristoteles, indem er dessen Dogmen ablehnte und experimentell die Welt erforschte.

4. Untergang und Schicksal der letzten Staufer
Mit der verlorenen Schlacht von Benevent (1266) und der öffentlichen Hinrichtung Konradins in Neapel (1268), einer damals unerhörten Strafe, endete die Stauferherrschaft.
Friedrichs Söhne und Enkel kamen auf beispiellose Weise ums Leben. Sie starben entweder durch Selbstmord (Heinrich), an der Malaria (König Konrad IV.), im Gefängnis (Enzo), fielen im Kampf (Manfred) oder wurden geköpft (Konradin). Allein seine Tochter Konstanze überlebte und heiratet den spanischen König Peter von Aragon. Er befreite Sizilien nach der "Siziliani schen Vesper" 1282 von Karl von Anjou, der Konradin hinrichten ließ.

Termine: 06.11., 13.11., 20.11. und 27.11.2018



4 Abende, 06.11.2018 - 27.11.2018
Dienstag, wöchentlich, 19:00 - 20:30 Uhr
4 Termin(e)
Peter Heydenreuter, Studiendirektor a. D.
182A300
Gymnasium, Mühlsteig 23, 87616 Marktoberdorf, Klassenzimmer, Eingang Ost gegenüber vom Tennisplatz
Kursgebühr:
32,00
 

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